ftd.de, Di, 15.3.2005, 9:04  

Münchener Rück stärkt Ausblick für 2005

Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück hat trotz Naturkatastrophen im vergangenen Jahr einen Gewinn in Milliardenhöhe verzeichnet. Für 2005 rechnet das Unternehmen mit wachsenden Beitragseinnahmen.

Im laufenden Jahr sollten die Beitragseinnahmen leicht auf 38,5 Mrd. Euro steigen nach einem Minus von 5,8 Prozent auf 38,07 Mrd. Euro im vergangenen Jahr, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Dabei gehe aber weiterhin Gewinn vor Wachstum. Der Rückversicherer bekräftigte das Ziel, 2005 eine Eigenkapitalrendite von zwölf Prozent nach Steuern zu erzielen, was einen deutlichen Gewinnzuwachs bedeuten würde. Im vergangenen Jahr verbuchte die Münchener Rück einen Gewinn von 1,83 Mrd. Euro nach einem Verlust von 434 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Gewinn 2004 entsprach einer Eigenkapitalrendite von 9,4 Prozent.

Firmenchef Nikolaus von Bomhard zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens. "Wir sind auf dem Weg zu nachhaltiger Profitabilität und gewinnen damit die frühere Stärke zurück", sagte er mit Blick auf das Jahr 2004, in dem der Rückversicherer seinen Milliardengewinn trotz hoher Lasten aus Naturkatastrophen schaffte. Der größte Ertragsbringer, die Rückversicherungssparte, verbuchte einen auf 1,66 Mrd. Euro gestiegenen Gewinn, obwohl die Sparte Schäden aus Naturkatastrophen - wie die Serie von Wirbelstürmen in den USA - ein Minus von 713 Mio. Euro enthielt. In der Schadenlast sind auch Schäden durch die Flutkatastrophe in Südasien von 100 Mio. Euro enthalten.

Risikoadäquate Preise

Von Bomhard sagte, er sei für 2005 optimistisch. In der Erneuerungsrunde zum Anfang des Jahres, bei der regelmäßig ein großer Teil der Rückversicherungsverträge neu verhandelt werden, habe die Münchener Rück risikoadäquate Preise erzielen können - ein Indiz für nachhaltige Erträge aus dem Geschäft, sofern der Schadenverlauf normal bleibt. Auch für die noch anstehenden Erneuerungsrunden in Asien und in Teilen des amerikanischen Marktes gehe das Unternehmen von einem ähnlichen Erfolg aus.

Die Münchener Rück rechnet damit, im laufenden Jahr das 2004 noch verfehlte Ziel zu erreichen, in der Rückversicherung eine Schaden-Kosten-Quote von unter 97 Prozent bei einem normalen Schadenverlauf zu schaffen. Bei Quoten bis 100 Prozent sind Aufwendungen für Schäden und Kosten schon allein durch die Prämieneinnahmen gedeckt.

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